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Brenner Endodontie

Für Praxen / Diagnose-Trainer

Diagnose-Trainer

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte: pulpale und apikale Diagnose anhand klinischer Leitbefunde nach AAE- und ESE-Terminologie, dazu die apikale Aufbereitungsgröße je Zahn und Kanal.

Hinweis: Dieser Bereich dient ausschließlich didaktischen Zwecken im Rahmen der Fortbildung und Zuweiserinformation. Er ersetzt keine klinische Untersuchung, Anamnese oder fachliche Beurteilung und ist nicht zur Diagnosestellung oder Behandlungsplanung am Patienten bestimmt. Die Diagnostik-Logik orientiert sich an der Terminologie der AAE Consensus Conference (J Endod 2009) sowie den Empfehlungen der European Society of Endodontology; die Aufbereitungsgrößen basieren auf publizierten anatomischen Mittelwerten mit z. T. erheblicher individueller Streuung. Beides ersetzt keine individuelle Arbeitslängenbestimmung und klinische Verifikation am Patienten.
Endodontischer Diagnose-Trainer

Pulpale und apikale Diagnose anhand klinischer Leitbefunde, nach AAE/ESE-Terminologie.

Vorbehandlung

Pulpale Diagnostik

Apikale Diagnostik

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Pulpale Diagnose

Apikale Diagnose


Apikale Aufbereitungsgröße nach Zahn

Physiologischer Foramendurchmesser und daraus abgeleitete Ziel-ISO-Größe je Zahn und Kanal, auf Basis publizierter Mikro-CT-/mikroskopischer Referenzwerte.

Physiologische Konstriktion vs. anatomischer Apex Schematischer Längsschnitt, apikales Wurzeldrittel (Rest der Wurzel, hier abgeschnitten) ~0,5–1 mm Physiologische Konstriktion engster Punkt – „eng" in der Tabelle Anatomischer Apex (Foramen) Öffnung an der Wurzelspitze – „weit" QUERSCHNITT AUF KONSTRIKTIONSHÖHE eng weit meist oval, seltener rund (63–81 % je nach Kanal)

Methodik: Für Molaren sind Erstbindung und Zielgröße die publizierten IAF-Empfehlungen aus Tabelle 5 bei Wolf et al. 2017 (Mikro-CT an 1 727 physiologischen Foramina, getrennt nach engem und weitem Durchmesser berechnet). Für Front- und Prämolarkanäle liegt keine vergleichbar aufgeschlüsselte Zielgrößen-Tabelle vor; dort gilt ersatzweise: kleinste ISO-Größe ≥ mittlerem Durchmesser, zuzüglich 2 ISO-Größen Marge (gleiches Prinzip, aus dem mittleren Durchmesser selbst abgeleitet statt tabellarisch belegt). Alle Werte sind Populationsmittel mit teils erheblicher Streuung: Wolf et al. selbst weisen aus, dass die publizierte Zielgröße je nach Kanal in 33–56 % der Fälle individuell abweicht, weil das physiologische Foramen meist oval statt rund ist und die enge Achse allein tastbar bleibt. Eine vollständig runde Aufbereitung bis zum weiten Durchmesser ist entsprechend oft nicht ohne Schwächung der Wurzel erreichbar. Die klinische Erstbindungsfeile am Patienten bleibt der maßgebliche Referenzpunkt, nicht der Tabellenwert.

Quellen Wolf T, Paqué F, Sven Patyna M, Willershausen B, Briseño-Marroquín B. Three-dimensional analysis of the physiological foramen geometry of maxillary and mandibular molars by means of micro-CT. Int J Oral Sci 2017;9:151–157, Tabelle 5 (IAF-Empfehlungen). Volltext: pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5709546.
Khademi A, Yazdizadeh M, Feizianfard M. Determination of the minimum instrumentation size for penetration of irrigants to the apical third of root canal systems. J Endod 2006;32:417–420.
Card SJ, Sigurdsson A, Ørstavik D, Trope M. The effectiveness of increased apical enlargement in reducing intracanal bacteria. J Endod 2002;28:779–783.
Ponce EH, Vilar Fernández JA. The cemento-dentino-canal junction, the apical foramen, and the apical constriction. J Endod 2003;29:214–219.
Ergänzende anatomische Referenzwerte für Frontzähne und Prämolaren aus weiteren mikroskopischen Sammelstudien (u. a. Mizutani et al. 1992, Abarca et al. 2014).

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