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Brenner Endodontie

Wissen / Endodontie

Was ist Endodontie?

Der Begriff kommt aus dem Griechischen: endon heißt innen, odous Zahn. Es geht um das Innere des Zahns, genauer um das Wurzelkanalsystem. Ist das Zahnmark, die Pulpa, entzündet oder infiziert, entstehen häufig starke Schmerzen. Hier setzt die Endodontie an.

Die fünf Stadien der Pulpitis

Mit zunehmender Tiefe dringen Bakterien in die feinen Kanälchen des Dentins ein und organisieren sich dort in Biofilmen, die der Immunabwehr und Spüllösungen widerstehen. Was als umkehrbare Reizung beginnt, geht in eine chronische, nicht mehr umkehrbare Entzündung über, bis hin zum Absterben des Gewebes.

Fünf schematische Zähne im Schnitt, von gesunder Pulpa über Karies und Entzündung bis zur Nekrose
  1. Gesunde Pulpa

    Lebendes, gut durchblutetes Gewebe, keine Karies.

  2. Beginnende Karies

    Die Karies erreicht das Dentin, die Pulpa reagiert noch nicht.

  3. Reversible Pulpitis

    Erste Entzündungsreaktion nahe der Pulpa, potenziell noch umkehrbar.

  4. Irreversible Pulpitis

    Die Entzündung erfasst die gesamte Pulpa dauerhaft.

  5. Pulpanekrose

    Das Gewebe stirbt ab, die Infektion erreicht die Wurzelspitze.

Was bei der Behandlung passiert

Das erkrankte Gewebe wird aus dem Zahninneren entfernt, das Kanalsystem gereinigt, desinfiziert und anschließend dicht verschlossen. Ziel ist der Erhalt des eigenen Zahns, statt ihn zu ziehen.

Das Operationsmikroskop ist dabei kein Zusatz, sondern Standard. Von der Diagnostik über die Aufbereitung bis zur Füllung arbeite ich durchgehend unter Vergrößerung und koaxialem Licht.

Ablauf der Wurzelkanalbehandlung

„Ist der Zahn dann tot?“

Nach der Behandlung reagiert der Zahn nicht mehr auf Kälte oder Wärme. Tot ist er deshalb nicht. Über den parodontalen Faserapparat bleibt er im Kieferknochen verankert und wird weiter versorgt. Diese elastische Aufhängung unterscheidet ihn grundlegend vom Implantat, das starr mit dem Knochen verwächst.

Wurzelbehandelter Zahn und Implantat im Knochen Der wurzelbehandelte Zahn hängt über das parodontale Ligament elastisch im Kieferknochen. Das Implantat ist starr mit dem Knochen verwachsen. Wurzelbehandelter Zahn Implantat Parodontales Ligament elastische Aufhängung,weiter durchblutet gefüllterKanal Kieferknochen direkt mit demKnochenverwachsen

Der behandelte Zahn behält seine natürliche Funktion und kann über Jahrzehnte erhalten bleiben. Mehr zur fachlichen Einordnung: Biologische Zahnmedizin und Wurzelbehandlung.

Fragen zu Ihrem Zahn?

Termine vergibt das Team der Praxisklinik Dr. Seiler & Kollegen in Kirchheim unter Teck. Bei akuten Schmerzen bitte am Vormittag anrufen.

Termine über die Praxisklinik in Kirchheim07021 9319970